Flucht nach vorn! Der Samstag-Kracher gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr/Sky) soll nach Wunsch von Eugen Polanski (39) ein Wendepunkt für seine Gladbacher werden. Ausgerechnet gegen eine der offensivstärksten Mannschaften der vergangenen Jahre soll der ängstliche Mauer-Fußball der letzten vier Spiele in die Mottenkiste.
Als BILD den Trainer fragt, wie der VfL nach zuletzt zwei von zwölf möglichen Punkten bei 2:9 Toren endlich wieder mehr Torgefahr entwickeln soll, verrät Polanski: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass unser Fußball nicht nur Fehlervermeidung sein darf. Es darf nicht die Angst im Vordergrund stehen, etwas zu verlieren. Mein Team kann sehr viel, aber wir müssen die sich bietenden Räume dann auch nutzen.“ Generell soll sich sein Team nicht mehr so tief hinten einigeln und die Gegner damit einladen. Polanski: „Wir können zwar auch mal auf Konter spielen, aber die Balance muss stimmen. Wir dürfen nicht nur Fußball verteidigen, die Spieler sollen ihren Nebenleuten vertrauen, auch Dinge von ihnen einfordern. Leverkusen ist ein bockstarkes Team, das aber auch einiges anbietet. Aber dann müssen wir da sein und das auch nutzen!“
Nicht zufrieden mit der Halbjahres-Bilanz
Für Polanski selbst ist das Wiedersehen mit Bayer etwas Besonderes. Im Hinspiel saß er erstmals als Cheftrainer auf einer Bundesliga-Bank – in der Nachspielzeit köpfte Haris Tabakovic in der BayArena den 1:1-Ausgleich. Kurz zuvor hatte Polanski Charles Herrmann (20/gerade für 800.000 Euro nach Brügge verkauft) zum Erstligadebüt verholfen, der Rechtsaußen holte die entscheidende Ecke raus und brachte sie auch gleich selbst in den Strafraum. In der Folge bewies der Gladbach-Coach immer wieder den Mut, auf den eigenen Fohlenstall zu setzen, doch seine Halbjahresbilanz mit fünf Siegen, sieben Remis und sieben Niederlagen stimmt ihn nicht zufrieden: „Wir haben es zwar geschafft, als echtes Team wahrgenommen zu werden, aber ich hätte auf jeden Fall gern mehr Punkte geholt. Und es ist klar, dass wir uns spielerisch verbessern und entschlossener auftreten müssen!“ Leverkusen soll das jetzt zu spüren bekommen.







