Leipzig – [–>Bei einem Vorfall mit einem Auto in der Leipziger Innenstadt sind am Montagnachmittag zwei Menschen getötet worden. Das teilte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) mit. Der Täter ist gefasst. Es handelt sich um einen Deutschen (33), der laut BILD-Informationen polizeibekannt ist.
Jung zufolge herrscht in Leipzig keine Gefährdungslage mehr. Nach BILD-Informationen soll der Fahrer mit seinem VW Taigo mit hoher Geschwindigkeit über die Grimmaische Straße gefahren sein. Neben den beiden Toten sollen drei Personen schwer verletzt worden sein. Laut dem Leipziger Branddirektor Axel Schuh gibt es weitere „20 Betroffene“ – was damit genau gemeint ist, blieb zunächst offen.
Im Gewandhaus Leipzig wurde eine Notversorgungsstelle eingerichtet, die ausdrücklich auch für Menschen vorgesehen ist, die keine äußerlichen Verletzungen haben – also z.B. unter Schock stehen und psychologische Betreuung benötigen.
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Polizei sperrt Tatort in Leipzig ab
Ein Sprecher der Polizei sagte nach dem Vorfall: „Das Fahrzeug nebst Fahrer konnte kurz darauf gestellt werden, von ihm geht derzeit keine Gefahr mehr aus. Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kräften im Einsatz.“ Laut einer weiteren Sprecherin habe der Fahrer selbst seine Fahrt gestoppt, wurde festgenommen, als er noch im Auto saß.
Mehrere Rettungswagen sind am Tatort in Leipzig im Einsatz
Etwa zehn Krankenwagen sind am Tatort. Die Geschäfte in der Fußgängerzone sind geschlossen. Der Täter soll bei seiner Festnahme psychisch auffällig gewesen sein. Die Grimmaische Straße ist von der Polizei komplett abgesperrt worden.
Ministerpräsident spricht von mutmaßlicher Amokfahrt
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) zeigt sich in einem Posting bei der Plattform X erschüttert: „Zwei Menschen haben bei dem mutmaßlichen Amoklauf in Leipzig ihr Leben verloren. Das erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen“, schreibt er.
Er wünsche den Verletzten viel Kraft und eine schnelle Genesung. Weiter heißt es: „Eine solche Tat macht uns fassungslos – und bestärkt uns in unserem Entschluss. Wir werden alles daransetzen, sie schnell und umfassend aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz greifen.“ Es sei jetzt wichtig, füreinander da zu sein. „Sachsen steht zusammen.“
BILD-Reporter Sten Hornig vor Ort: „Ein schlimmer Tag für Leipzig“
Ermittlungen wegen Mordes in zwei Fällen
Auch der sächsische Innenminister Armin Schuster (64, CDU) spricht davon, dass eine Amokfahrt „höchstwahrscheinlich“ sei. Eine solche würde in wütendem, rasendem Zustand geschehen und oft auch mit einer psychischen Labilität einhergehen. „Ob das jetzt alles in diesem Fall so zutrifft, das werden der Polizeipräsident und die Staatsanwaltschaft ermitteln“, so Schuster am Abend.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
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